Toter Winkel

Winterwetter ist toll, wenn man mit dem Rad unterwegs ist!

Selten bekommen die Lungen so viel frische Luft, wie es bei solchem Winterwetter ist. Man spürt praktisch, wie die Lunge bis in den letzten Winkel gefüllt wird. Erkältungen, Schnupfen oder Grippe gehören der Vergangenheit an, wenn man bei jedem Wetter mit dem Rad unterwegs ist. Das Immunsystem wird ständig angeregt und läuft zur Höchstform auf!

Auch das Auge bekommt zu sehen, was man sonst vielleicht nicht zu sehen bekommt. Selbst bei „schlechtem“ Wetter ist das meines Erachtens noch ein Augenweide. Zum Beispiel wie sich beim folgenden Bild der Nebel wie ein Schal über die Wiesen um Weißer Bogen gelegt hat.

Die meiste Zeit des Jahres kann man hier Pferde und Kühe weiden sehen. Die Kühe tragen Glocken, sodass man fast meinen könnte, man sei in Bayern.

Im ländlich geprägtem Kölner Süden kann man im Weißer Bogen Natur sehen, die einerseits bewirtschaftet wird und als Weide für Kühe und Pferde dient, andererseits unberührte und sich ein selbst überlassenes Überflutungsgebiet des Rheins.
Schnee auf den Wiesen und in der Ferne ein Nebelschwaden.

Obwohl es ordentlich geschneit hatte, war der Weg geräumt. Schon in Sürth ist mir das aufgefallen. Kein bisschen Schnee, Eis oder Matsch auf dem Weg. Er sah aus, wie normalerweise nur die Fahrbahnen der Hauptverkehrsstraßen in Köln. 

Nebel vor dem Wald
Weide, Schneedecke, Wald und Nebel

Hier ist der Weg auch noch sauber, aber nur so weit, wie das Auge reicht. Danach eine dicke Schicht aus nassem Schnee, gefrorenem Schnee, und Pfützen. Durchzogen von Fußspuren, Fahrradspuren und einer Autospur. 

Kaum mit dem Rad zu fahren und weil ich mich so auf mein Gleichgewicht konzentrieren musste, keine weiteren Fotos.
Heftig war es auf jeden Fall und als ich endlich in Rodenkirchen angekommen war und meine Dinge erledigt hatte, dachte ich: das tust du dir nicht noch einmal an und fährst die Sürther Straße zurück.
Kurz gesagt, das war auch nicht besser. Auf dem in Köln so beliebtem Schutzstreifen, parkende Autos und vor allem geräumter Schnee von Bürgersteigen und von Einfahrten. Dazwischen immer mal wieder die Markierung des Schutzstreifens, was doch eine ganze Reihe von Autofahrern zum Anlass nahm, mich anzuhupen, knapp zu überholen und dann wild gestikulierend auf den Schutzstreifen zu zeigen. Wohl sehnend, dass dort immer wieder geräumter Schnee lag, der das Befahren mit dem Rad meines Erachtens unmöglich machte.

Aber so sind sie, in ihren Blechkisten! Können nicht umfallen und meinen, bei Radfahrern sei das nicht anders. Doch, liebe Autofahrer, Radfahrer können umfallen. Das ist ungefähr gleichzusetzen mit einem Überschlag mit dem Auto. Geht nur viel leichter.

Ich bin unfallfrei nach Hause gekommen und trotz dieser Widrigkeiten froh, dass ich mit dem Rad gefahren war!

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