Toter Winkel

Gefährdung von Radfahrern auf benutzungspflichtigen Radweg durch die Stadt Köln

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,

der Klimanotstand wurde durch die Stadt Köln ausgerufen und gleichzeitig die Wichtigkeit der Stärkung des Radverkehrs seitens der Politik bekräftig.

Allerdings erlebe ich das genaue Gegenteil dieser Aussagen, wenn ich mit den Rad in Köln unterwegs bin.

So auch heute, als ich den benutzungspflichtigen Radweg vor den Rheinufertunnel befuhr.
Ab der Haltestelle waren auf dem Radweg Warnbaken aufgestellt, die wohl auf eine Umleitung für Autofahrer hinweisen sollten.

Abgesehen davon, dass die Schilder unnötig weit in den Radweg aufgestellt waren, scheinen Radwege für die Stadt Köln Aufstellflächen zu sein, die unabhängig von der Benutzungspflicht genutzt werden, um dem Autoverkehr Vorrang zu gewähren.
Wäre es aber, hätten diese Schilder auf der Fahrbahn gestanden!

Das sind Maßnahmen, die sowohl das Ausrufen des Klimanotstandes als auch das Bekenntnis zum Fahrrad ad absurdum führen.

Für mich steht fest, dass bei der kommenden Kommunalwahl nur die Partei und der Politiker meiner Stimme bekommt, die/der sich nicht nur zum Radverkehr bekennt, sondern diesen konsequent fördert!

Diese E-Mail werde ich auf meiner HomePage als offenen Brief an Sie veröffentlichen.
Ihre Antwort ebenfalls.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Fischer
 
P.S. Dies ist eine Kopie meiner gestrigen Mail, in der leider die Grußformel nicht mitgesendet worden ist.
 
Heute sende ich Ihnen auch ein Bild der Stelle mit, auf dem man gut erkennen kann, wie durch die Warnbaken der sich verjüngende Radweg noch enger wird.
Warnbaken auf dem sich verjüngenden Radweg
Warnbaken auf dem Radweg

NACHTRAG 22. März 2020

Heute befuhr ich wieder diesen Radweg und siehe da, alles war anders! Alles, nein nicht alles.
Eine neue E-Mail an Frau Reker:

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

leider wird bestätigt, dass die Stadt Köln die von ihr als benutzungspflichtigen Radwege selbst nur als Abstellfläche sieht und so Radfahrer gefährdet.
Heute stehe die Warnbaken auf der andere Seite des Radweges und gefährden auf dem sich verjüngendem Radweg Radfahrer, da diese häufig Fußgängern oder entgegenkommenden Radfahrern ausweichen müssen. Auch ist es nicht sehr angenehm, auf einem solchen Radweg mit knappem Abstand von 40-Tonnern überholt zu werden.

Wieder habe ich Ihnen ein Bild angefügt, das die Situation auf dem Radweg recht gut verdeutlicht.

Ich fordere Sie auf, die Warnbaken sofort entfernen zu lassen!

Mit freundlichen Grüßen
Elmar Fischer

Radbaken auf dem Radweg
Dieses Mal stehen die Warnbaken rechts.

UPDATE 23. März 2020

Heute stand nur noch das Umleitungsschild – vorne links im Bild – auf dem Radweg. Alle Warnbaken waren abgeräumt.

Folgende E-Mail habe ich erhalten:

Sehr geehrter Herr Fischer,
ich bedanke mich für Ihre Eingabe, die im Auftrag von Frau Oberbürgermeisterin Reker an mich weitergeleitet wurde.
Ich werde für Sie schnellstmöglich die relevanten Informationen einholen und Ihnen unaufgefordert eine Rückmeldung geben, sobald mir diese vorliegen.
Aufgrund der aktuellen Situation, die durch den Corona-Virus ausgelöst wurde, bitte ich Sie jedoch um Verständnis, dass die Bearbeitung Ihres Anliegens etwas mehr Zeit als üblich in Anspruch nehmen kann.
Ihr Anliegen wird unter der Vorgangsnummer B-5055-2020 bearbeitet. Zur besseren Zuordnung bitte ich Sie, diese bei Rückfragen anzugeben.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Team Beschwerdemanagement

ADFC Köln

Leider kam bisher vom Kölner ADFC keine Reaktion, obwohl ich diesen als Mitglied und als Radfahrer ins CC eingetragen hatte. Vielleicht habe ich den falschen Anspruch, aber irgendeine Reaktion hätte ich mir schon gewünscht.

UPDATE 14. März 2020

Heute war auch das Umleitungsschild nicht mehr dort.

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