Toter Winkel

Aufregung verblasst, Erkenntnisse rücken in den Hintergrund, Gesundheitsgefährdung bleibt!

Man gewöhnt sich als Mensch an viele Dinge. Was einmal vor Aufregung sorgte, verblasst nach einiger Zeit. Je länger dieser Zeitraum ist, umso weniger tangiert der ehemalige Aufreger.

Das kann man im Augenblick besonders am Dieselskandal sehen. Je länger die verantwortlichen Firmen nicht in die Pflicht genommen werden und je mehr das Damoklesschwert „Fahrverbot“ über den Köpfen der Dieselfahrer schwebt, umso weniger interessiert der Betrug am Autokäufer. Der Schwerpunkt liegt nur noch auf Fahrverboten und die Politik versucht mit großem Brimbamborium diese zu vermeiden und von der Autoindustrie abzulenken.

Statt die Voraussetzungen zu ändern und zum Beispiel die Geschwindigkeiten im Stadtgebiet zu reduzieren, werden andere Schuldige gesucht.
In Köln wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die Schifffahrt gefordert. Anderswo wird der Schuldige an anderer Stelle gesucht. Eine Problemlösung sieht anders aus. Wahrscheinlich fürchten die Verantwortlichen die Wähler, die ihnen nicht mehr ihre Stimme geben bei der nächsten Wahl oder der Lobbyismus ist inzwischen so verwurzelt, dass eine Trennung von der Politik gar nicht mehr möglich scheint/ist.

Handeln gegen eigene Erkenntnisse

Feinstaub belastet uns alle und insbesondere in den Großstädten sorgt dieser für Erkrankungen und schätzungsweise für zehntausende Tote jährlich.

Dass der Diesel hier nicht der Alleinschuldige ist, wissen im Grunde alle. Trotzdem ist das Feindbild ausgemacht und Raum für ein weiteres Feindbild scheint es nicht zu geben.

Auch der Benziner verursacht Feinstaub. Allein der Reifenabrieb sorgt dafür. Bei SUVs noch einmal mehr, denn diese haben breitere Reifen aufgezogen. Breitere Reifen = mehr Abrieb usw.

Aber ein ein anderer bekannter Feinstaubproduzent ist bekannt, tritt aber kaum ins Blickfeld der Menschen: Der Holzofen.

Eindrucksvoll werden die Folgen der Nutzung dieser Holzöfen in Großstädten dokumentiert. Die besonders feinen Partikel werden nicht von den Nasenhärchen gefiltert, sondern gelangen in die Lungen und von dort ins Blut. Sie sind verantwortlich für viele Krankheiten und haben häufig den Tod zur Folge.

Schauen Sie sich das kurze Filmchen an:

Großstadtmensch mit Raucherlunge

Video: scobel Bericht vom Donnerstag, 15. November 2018 5:07 Minuten

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