Das neue Jahr beginnt kreativ für Radfahrer in Köln

In anderen Städten beklagen sich viele Radfahrer über auf dem Radweg parkenden Pkw, auch wenn sie nur die halbe Breite eines schmalen Radweges dafür mitbenutzen. Das ist sicherlich die unkreativste Art der Radwegmitbenutzung, aber fast so sicher gegen ein Knöllchen wie eine Kölner Variante.

Aber nur fast!

In Köln hat man wieder mal zu wenig Lagerfläche für Warnbaken. Kann man nachvollziehen. Werden sie nicht gebraucht, wohin damit? Platz ist nicht unendlich vorhanden. 

Da hat man sich eine Möglichkeit der Aufbewahrung dieser Baken beim Bund abgeschaut. Dort werden alle Warnbaken, die nicht benötigt werden, nicht in Bauhöfen gelagert, sondern man sperrt damit eine Autospur auf der Autobahn ab. Der Vorteil ist, dass die Zahl der zu lagernden Warnbaken egal ist, denn die Autobahn ist so lang … 

Warnbaken auf dem Radweg
Warnbaken auf dem Radweg

In Köln hat man das Problem mit der Lagerung auch und hat nun in Adaption der Autobahnlösung damit begonnen, diese einfach auf dem Radweg zwischenzulagern.
Damit der Radfahrer schön aufmerksam bleibt, natürlich auf einem sich verengenden Radweg, der viel befahren wird.
Hier ist es das Stück zwischen Schokomuseum und Rheinufertunnel. 

Damit dem Radfahrer nicht langweilig wird und er schön aufpasst

Damit man aber sicher ist, dass der Radfahrer aufmerksam bleibt, ist am Ende des Radweges eine Ampel, die beim Überqueren der Rheinuferstraße hilfreich ist.
Allerdings ist die Aufstellfläche gering, sodass ein Fahrrad, das dort steht, weil der Fahrer die Straße überqueren will, schon ein Hindernis ist. Auf dem nächsten Bild kann man sehen, dass ein solches Rad den kompletten Radweg an dieser Stelle sperrt.

Apropos Hindernis. Damit man hier nicth schnell ausweichen kann, stehen die Poller hier besonders eng. Ein diagonales Durchfahren ist kaum möglich. Man behauptet zwar, das wäre so, damit Autos nicht die Promenade befahren können, aber weg glaubt das schon. So was machen Autofahrer nicht! 😉

Bus am Ende des Radweges
Bus am Ende des Radweges

Die Aussparung vor diesen Pollern wird nun häufig von Bussen genutzt, die dort halten, um die Reisenden aus- oder einsteigen zu lassen. Es gibt zwar ein Stück weiter einen Busparkplatz, aber diese lange Strecke kann man Reisende nicht gehen lassen? 

Die Reisegruppe, die sich gerade vom Bus wegbewegt, stand einige Sekunden vorher noch auf dem Weg, sodass ein Durchkommen mit dem Rad nicht möglich war.

Übrigens, dass die Promenade nicht von Autos befahren wird, kann man wunderbar an dem über den Platten aufgebrachten Asphalt sehen. Dort sind Benzin- und Ölflecke fast auf der gesamten Fläche. Wahrscheinlich ist der Asphalt deshalb auch extra so hubbelig aufgetragen worden, damit der Fuß des Fußgängers und die Reifen des Fahrrads der Radfahrer dort noch Halt finden. 

Ich liebe Radfahren in Köln!

Ich möchte aber auch ausdrücklich etwas Positives berichten. 

Als ich so um 10:30 Uhr von Köln-Sürth zum Zoo fuhr, waren die Fuß- und Radwege am Rhein schon fast wieder vom zurückgebliebenen Silvestermüll gereinigt. Der AWB meinen herzlichen Dank dafür!

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